Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie im Allgemeinen umfasst die Stärkung der körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten z.B. in Workshops, Gruppenprogrammen oder im Einzelsetting.

 

Im Fachbereich Pädiatrie können Kinder und Jugendliche in folgenden Bereichen mit Pferden gefördert werden:
Selbstwert, Selbstsicherheit, Durchsetzungsvermögen, Empathiefähigkeit, Frustrationstoleranz, Selbsteinschätzung, Äußern von Bedürfnissen, Körperwahrnehmung, Kommunikation, Interaktion, Eigeninitiative und Antrieb, Affektkontrolle uvm.

 

Im Fachbereich Gesundheitsförderung und Prävention setzen ErgotherapeutInnen Maßnahmen, die das Entstehen von Krankheit oder Einschränkungen im Alltag vermeiden und zur Stärkung der Gesundheit beitragen. Dazu wird am Verhalten der Personen, aber auch an der Umgebung angesetzt, um Risikofaktoren zu erkennen und auszuschalten bzw. zu minimieren. Dafür untersuchen Ergotherapeutinnen die Bedingungen des Klienten bei seinen Alltagsbewältigungen, um die persönlichen und umweltbezogenen Voraussetzungen für eine zufriedenstellende Lebensqualität und Teilhabe sowie mögliche Entwicklungspotenziale zu erfassen.

 

Für den Bereich Prävention ist keine ärztliche Zuweisung nötig. Der Kassentarif kann somit auch nicht refundiert werden.

 

Im Fachbereich Psychiatrie liegt der Schwerpunkt auf der Förderung sozialer und emotionaler Fähigkeiten (Selbstvertrauen, Selbsteinschätzung, Krankheitsbewältigung, Interaktionsfähigkeit, Eigeninitiative, Problemlösestrategien…)

 

Liegt eine Diagnose (z.B. Burnout, Angststörung, Depression, PTBS) und eine ärztliche Zuweisung vor, ist der Wahltherapeutentarif über die Krankenkasse refundierbar.

Weiter Informationen zu Ergotherapie --> Berufsverband: www.ergotherapie.at

Literatur:
  • Ergotherapie mit dem Pferd - Pferdegestützte Interventionen in der Therapie (Maria Schläffer)
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Indikationen für eine pferdegestützte Ergotherapie

  • Erleben von wertfreiem angenommen sein, Geborgenheit, Nähe

  • Zugang zu Emotionen finden, zulassen und annehmen

  • Achtsames Wahrnehmen von eigenen und fremden Bedürfnissen

  • Erkennen von gewohnten Handlungsmustern und Glaubenssätzen

  • Integrieren von verdrängten Persönlichkeitsanteilen

  • Erkennen von Zusammenhängen zwischen Symptom und Ursache

  • Wiederentdecken von Ressourcen, Stärken und Fähigkeiten

  • Selbstvertrauen, Selbstwert, Selbstbild

  • Mut, Entschlossenheit

  • Grenzen setzen, Durchsetzungsvermögen

  • Erweiterung von Handlungsstrategien

  • Erproben von Veränderungsmöglichkeiten

  • Umgang mit Stress und Ängsten

  • Traumabegleitung (in Zusammenarbeit mit Psychotherapeuten) www.stillerkamerad.de